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SEA & Social Ads
Was kostet eine Google-Ads-Agentur?
Eine Google-Ads-Agentur kostet dich zwei Dinge: eine Betreuungsgebühr für Aufbau und Optimierung der Kampagnen und dein Werbebudget, das direkt an Google fließt. Die Betreuung wird meist als monatliche Pauschale, als Prozentsatz vom Werbebudget oder als Mischmodell abgerechnet, oft ergänzt um eine einmalige Setup-Gebühr. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt vor allem vom Umfang der Kampagnen, der Zahl der Kanäle, dem Tracking-Aufwand und der Tiefe des Reportings ab – nicht nur von der Höhe deines Budgets.
Die drei Kostenbestandteile im Überblick
Wenn du Angebote vergleichst, trenne immer klar zwischen diesen Positionen. Viele Missverständnisse entstehen, weil Werbebudget und Agenturhonorar vermischt werden.
1. Werbebudget (Media-Budget)
Das ist das Geld, das du an Google für Klicks oder Impressionen bezahlst. Es fließt nicht an die Agentur, sondern direkt von deinem Konto an Google. Du legst fest, wie viel du pro Tag oder Monat maximal ausgeben möchtest. Das Budget bestimmt, wie viele Menschen du erreichen kannst und wie schnell die Kampagnen lernen.
2. Einmalige Einrichtung (Setup)
Am Anfang steht die Arbeit, die nur einmal anfällt: Konto- und Kampagnenstruktur, Keyword-Recherche, Anzeigentexte, Zielgruppen, Conversion-Tracking, Verknüpfung mit Google Analytics und Search Console, ggf. Merchant Center für Shopping. Manche Agenturen weisen das separat aus, andere verteilen es auf die ersten Monate.
3. Laufende Betreuung
Danach folgt die eigentliche Optimierung: Gebote anpassen, Suchbegriffe prüfen, ausschließende Keywords pflegen, Anzeigen testen, Budgets verschieben, neue Kampagnen aufsetzen, Reporting und Abstimmung. Diese Leistung wird in der Regel monatlich abgerechnet.
Merksatz: Frag bei jedem Angebot: „Ist das Werbebudget in diesem Preis enthalten oder kommt es noch dazu?“ Die Antwort entscheidet, ob zwei Angebote überhaupt vergleichbar sind.
Abrechnungsmodelle von Google-Ads-Agenturen
Im Markt haben sich einige Modelle etabliert. Keines ist per se besser – entscheidend ist, ob das Modell zu deiner Situation passt und die Anreize richtig setzt.
| Modell | So funktioniert es | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Monatliche Pauschale | Fester Betrag pro Monat für einen definierten Leistungsumfang | Planbar, kein Anreiz, das Budget künstlich zu erhöhen | Leistungsumfang muss klar definiert sein |
| Prozent vom Werbebudget | Honorar als Anteil der Werbeausgaben, häufig mit Mindestbetrag | Skaliert mit dem Aufwand bei wachsenden Konten | Anreiz, mehr Budget zu empfehlen; bei kleinen Budgets oft unwirtschaftlich |
| Stundenbasis | Abrechnung nach tatsächlich geleisteten Stunden | Transparent, flexibel für Audits oder Einzelprojekte | Schwer planbar, belohnt keinen Effizienzgewinn |
| Erfolgsbasiert | Honorar pro Lead, Verkauf oder als Umsatzbeteiligung | Anreiz auf Ergebnis | Streit über Zuordnung, Agentur trägt Risiken, die sie nicht steuert |
| Mischmodell | Grundgebühr plus Bonus bei Zielerreichung | Planbar und leistungsorientiert | Ziele müssen sauber messbar sein |
In der Praxis sind Pauschalen und Mischmodelle für kleine und mittlere Unternehmen meist am transparentesten. Prozentmodelle können bei großen Budgets sinnvoll sein, weil der Aufwand mit der Kontogröße steigt.
Wovon die Kosten abhängen
Zwei Agenturen können für scheinbar dieselbe Aufgabe sehr unterschiedliche Preise nennen. Das liegt meist an diesen Faktoren:
- Anzahl und Art der Kampagnen: Eine einzelne Suchkampagne für eine Region ist etwas anderes als Suche, Shopping, Performance Max, YouTube und Remarketing parallel.
- Umfang des Angebots: Zehn Leistungen oder tausende Produkte brauchen mehr Struktur, mehr Anzeigengruppen und mehr Pflege als ein einzelnes Angebot.
- Regionen und Sprachen: Kampagnen für Deutschland, Österreich und die Schweiz oder in mehreren Sprachen bedeuten zusätzliche Arbeit.
- Tracking und Datenqualität: Sauberes Conversion-Tracking mit Consent-Management, Telefonanruf-Tracking, Offline-Conversions aus dem CRM – das ist oft der aufwendigste, aber auch wichtigste Teil.
- Landingpages und Creatives: Werden Landingpages, Bilder oder Videos für Performance Max und YouTube mitproduziert, steigen die Kosten – aber oft auch die Ergebnisse.
- Reporting und Abstimmung: Ein kurzer Monatsbericht kostet weniger als wöchentliche Calls und individuelle Dashboards.
- Erfahrung und Spezialisierung: Wer deine Branche kennt, braucht weniger Einarbeitung, verlangt dafür aber möglicherweise mehr.
Wie viel Werbebudget brauchst du zusätzlich?
Das Werbebudget hängt von deinen Klickpreisen, deiner Conversion-Rate und deinen Zielen ab. Eine einfache Rechnung hilft bei der Einordnung:
- Schätze den durchschnittlichen Klickpreis in deiner Branche (Keyword-Planer).
- Schätze, wie viele Besucher auf deiner Landingpage zur Anfrage werden.
- Rechne zurück: Wie viele Klicks brauchst du für die gewünschte Zahl an Anfragen?
- Multipliziere mit dem Klickpreis – das ist dein Mindestbudget.
Klickpreise variieren enorm, von deutlich unter einem Euro in Nischen bis zu zweistelligen Beträgen in umkämpften Branchen wie Recht, Finanzen oder Versicherungen (grobe Größenordnung, Stand Oktober 2026, ändert sich häufig). Für viele lokale Dienstleister und kleinere Onlineshops liegt ein sinnvoller Einstieg im Bereich einiger hundert bis weniger tausend Euro Werbebudget pro Monat. Wichtig ist, dass das Budget genug Daten liefert, damit Google lernen und du Entscheidungen treffen kannst.
Ein häufiger Denkfehler: Bei sehr kleinem Werbebudget macht die Agenturgebühr einen großen Teil der Gesamtkosten aus. Dann kann es wirtschaftlich sinnvoller sein, entweder selbst zu starten oder nur eine einmalige Einrichtung mit Schulung zu beauftragen.
Was in einem guten Angebot enthalten sein sollte
Ein seriöses Angebot beschreibt konkret, was du für dein Geld bekommst. Prüfe, ob diese Punkte enthalten oder bewusst ausgeschlossen sind:
- Analyse von Markt, Wettbewerb und Suchvolumen
- Kontostruktur, Kampagnen- und Anzeigengruppen-Aufbau
- Keyword-Recherche inklusive ausschließender Keywords
- Anzeigentexte und Asset-Erweiterungen (Sitelinks, Snippets, Anrufe, Standorte)
- Einrichtung und Prüfung des Conversion-Trackings
- Regelmäßige Optimierung mit festgelegtem Rhythmus
- Empfehlungen zur Landingpage
- Reporting mit verständlichen Kennzahlen (Kosten pro Anfrage oder Verkauf, nicht nur Klicks)
- Ansprechpartner und Reaktionszeiten
- Laufzeit, Kündigungsfristen und Regelung zu Kontozugriff und Daten
Agentur, Freelancer oder Inhouse: Kosten im Vergleich
Eine Agentur ist nicht die einzige Option. Je nach Budget und Komplexität kann ein anderes Modell besser passen.
| Option | Kostenstruktur | Passt gut, wenn … | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Selbst machen | Eigene Arbeitszeit, ggf. Weiterbildung | Kleines Budget, einfaches Angebot, Zeit und Interesse vorhanden | Lernkurve, Risiko teurer Fehler, wenig Zeit für Tests |
| Freelancer | Meist Pauschale oder Stundensatz | Überschaubares Konto, ein Kanal, direkter Ansprechpartner gewünscht | Abhängigkeit von einer Person, oft begrenztes Spektrum (Tracking, Creatives) |
| Agentur | Setup plus monatliche Betreuung | Mehrere Kampagnen oder Kanäle, Wachstum geplant, Kombination mit Social Ads oder SEO | Höhere Fixkosten, Qualität stark abhängig vom konkreten Team |
| Inhouse-Mitarbeiter | Gehalt, Tools, Weiterbildung | Hohe Budgets, viele Kanäle, Werbung als Kernkompetenz | Hohe Fixkosten, eine Person kann selten alle Disziplinen abdecken |
Auch Mischformen sind sinnvoll: Eine Agentur baut die Struktur und das Tracking auf und schult dein Team, das danach Teile der laufenden Pflege übernimmt.
Typischer Betreuungsaufwand nach Unternehmenstyp
Statt pauschaler Preise hilft dir eine Einordnung des Aufwands. Je höher der Aufwand, desto höher fällt in der Regel auch die Betreuungsgebühr aus.
- Lokaler Handwerksbetrieb oder Praxis: Meist eine bis wenige Suchkampagnen für eine Region, überschaubare Keyword-Listen, Anruf- und Formular-Tracking. Der Aufwand ist eher gering, der Fokus liegt auf sauberen Suchbegriffen und einer klaren Landingpage.
- Dienstleister oder B2B-Unternehmen: Mehrere Leistungen mit eigenen Anzeigengruppen, längere Entscheidungswege, oft Rückspielung von qualifizierten Leads aus dem CRM. Mittlerer Aufwand, besonders beim Tracking.
- Onlineshop: Produktfeed im Merchant Center, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen, Saisonalität, Marge pro Produktgruppe. Der Aufwand steigt mit Sortimentsgröße und Zahl der Länder.
- Unternehmen mit mehreren Standorten oder Ländern: Eigene Budgets und Kampagnen je Standort, mehrere Sprachen, abgestimmtes Reporting. Hoher Aufwand, vor allem in der Koordination.
Fragen, die du im Erstgespräch klären solltest
Ein kurzes Erstgespräch zeigt oft schnell, ob Preis und Leistung zusammenpassen. Diese Fragen helfen dir dabei:
- Wer genau betreut mein Konto – und wie viele Konten betreut diese Person parallel?
- Wie oft wird optimiert, und woran sehe ich, was im letzten Monat verändert wurde?
- Welche Kennzahl ist aus deiner Sicht für mein Geschäft die wichtigste – und warum?
- Wie wird das Tracking eingerichtet, und wie geht ihr mit Einwilligungen und Datenschutz um?
- Was passiert, wenn die Ergebnisse nach drei Monaten hinter den Erwartungen bleiben?
Woran du faire und unfaire Angebote erkennst
Gute Signale:
- Das Werbebudget läuft über dein eigenes Konto und deine Zahlungsmethode.
- Die Agentur fragt nach deinen Margen, deinem Kundenwert und deinem Vertriebsprozess, bevor sie Budgets empfiehlt.
- Es gibt klare Aussagen, was in den ersten Wochen passiert und ab wann belastbare Zahlen zu erwarten sind.
- Die Agentur sagt dir auch, wenn Google Ads für dein Angebot gerade nicht der richtige Kanal ist.
Warnsignale:
- Garantierte Platzierungen oder garantierte Anfragenzahlen – Google versteigert Werbeplätze, niemand kann sie garantieren.
- Das Konto wird im Namen der Agentur angelegt und soll bei Kündigung dort bleiben.
- Reports zeigen nur Impressionen und Klicks, aber keine Anfragen, Verkäufe oder Kosten pro Ergebnis.
- Sehr lange Vertragsbindungen ohne Ausstiegsklausel.
- Kein Wort zum Tracking – ohne Messung ist jede Optimierung geraten.
Kosten, die oft übersehen werden
Neben Agenturhonorar und Werbebudget gibt es Positionen, die in Angeboten gern fehlen oder erst später auftauchen. Kläre sie vorab:
- Landingpages: Wenn deine Website für Anzeigen nicht geeignet ist, brauchst du eigene Zielseiten. Das ist häufig ein separates Projekt.
- Tracking und Consent: Die Einrichtung eines Consent-Banners, serverseitiges Tracking oder die Anbindung an dein CRM kann zusätzlichen Aufwand verursachen.
- Creatives für Display, YouTube und Performance Max: Bilder, Logos in verschiedenen Formaten und kurze Videos werden nicht immer mitgeliefert.
- Tools: Manche Agenturen berechnen Lizenzen für Reporting- oder Analyse-Tools weiter.
- Interne Zeit: Auch mit Agentur brauchst du Zeit für Abstimmungen, Freigaben und Rückmeldungen zur Lead-Qualität. Ohne dieses Feedback kann die beste Agentur nur raten.
Kosten im Verhältnis zum Nutzen bewerten
Die Agenturgebühr ist eine Investition, die sich über bessere Ergebnisse rechnen muss. Bewerte sie deshalb nicht isoliert, sondern im Zusammenhang:
- Wie viel ist ein neuer Kunde für dich wert – über die gesamte Kundenbeziehung, nicht nur beim ersten Auftrag?
- Wie viel Werbebudget wird ohne Profi-Betreuung verschwendet, etwa durch irrelevante Suchbegriffe?
- Wie viel Arbeitszeit sparst du intern, die du ins Kerngeschäft stecken kannst?
Aus unseren Projekten bei EcoWise wissen wir: Der größte Hebel liegt selten in einer einzelnen Gebotsänderung, sondern im Zusammenspiel aus sauberem Tracking, klarer Kampagnenstruktur, starker Landingpage und – wo es passt – der Kombination mit Social Ads. Mehr zum Zusammenspiel der Kanäle liest du unter Google Ads vs. Meta Ads.
Was in den ersten Monaten typischerweise passiert
Damit du die Kosten richtig einordnen kannst, hilft ein realistisches Bild der ersten Zeit:
- Woche 1–2: Analyse, Tracking-Setup, Kampagnenaufbau, Freigabe der Anzeigen.
- Woche 3–6: Erste Daten, Bereinigung der Suchbegriffe, Anpassung von Geboten und Anzeigen.
- Monat 2–3: Gebotsstrategien stabilisieren sich, Budget wird auf die besten Kampagnen verschoben, erste Landingpage-Tests.
- Ab Monat 3: Skalierung oder Erweiterung auf weitere Kampagnentypen und Kanäle.
Dieser Ablauf ist ein Erfahrungswert und hängt stark von Budget, Branche und Datenlage ab. Wer nach wenigen Wochen eine fertige Bewertung erwartet, unterschätzt meist die Lernphase.
So rechnet EcoWise ab
Wir erstellen individuelle Angebote, weil Kampagnenumfang und Ziele sehr unterschiedlich sind. Retainer beginnen ab 1.000 € im Monat, je nach Leistung; Projekte wie ein vollständiger Neuaufbau mit Tracking und Landingpages liegen im vier- bis fünfstelligen Bereich. Das Werbebudget kommt immer separat hinzu und geht direkt an Google. Details zur Leistung findest du unter SEA & Google Ads.
Kurzfazit
Eine Google-Ads-Agentur kostet eine Betreuungsgebühr plus dein separates Werbebudget. Vergleiche Angebote nur, wenn klar ist, was enthalten ist, wem das Konto gehört und wie Erfolg gemessen wird. Bei sehr kleinen Budgets kann Selbermachen oder eine einmalige Einrichtung sinnvoller sein – ab mehreren Kampagnen und Kanälen zahlt sich professionelle Betreuung meist aus.
Häufige Fragen
Zahle ich das Werbebudget an die Agentur oder an Google?
Bei seriösen Agenturen zahlst du das Werbebudget direkt an Google, über deine eigene Zahlungsmethode im eigenen Konto. Die Agentur stellt nur ihre Betreuungsleistung in Rechnung. So behältst du die volle Kontrolle und Transparenz über die Ausgaben.
Gibt es Mindestlaufzeiten bei Google-Ads-Agenturen?
Viele Agenturen arbeiten mit Mindestlaufzeiten von einigen Monaten, weil die Optimierung Zeit braucht. Das ist nachvollziehbar, solange die Kündigungsfristen danach fair sind. Sehr lange Bindungen ohne Ausstiegsmöglichkeit solltest du kritisch prüfen.
Ist ein erfolgsabhängiges Honorar sinnvoll?
Es klingt attraktiv, ist aber schwer fair umzusetzen. Der Erfolg hängt auch von Preis, Angebot, Website und Vertrieb ab, die die Agentur nicht steuert. Funktionieren kann eine Kombination aus fester Grundgebühr und einem Bonus auf klar messbare Ziele.
Gehört das Google-Ads-Konto mir oder der Agentur?
Das Konto sollte immer dir gehören. Die Agentur bekommt Zugriff über ihr Verwaltungskonto. So bleiben alle Daten, Kampagnen und Lernerfahrungen bei dir, wenn du die Zusammenarbeit beendest.
Was kostet EcoWise für Google Ads?
EcoWise erstellt individuelle Angebote. Retainer beginnen ab 1.000 € im Monat, je nach Leistungsumfang. Das Werbebudget kommt separat hinzu und geht direkt an Google.